Technologie • 20.11.2025
Was sind die Vorteile des IoT in der Kühlkette?
Das Internet der Dinge (IoT oder IoD) nimmt in Unternehmen einen immer wichtigeren Platz ein. Und die Fachleute aus der Kältetechnikbranche haben dies verstanden. Aber wie lässt sich der wachsende Erfolg des IoT erklären und warum ist seine Nutzung heute entlang der gesamten Kühlkette unverzichtbar? Wir erklären es Ihnen.
Was ist das Internet der Dinge?
Zunächst einmal muss definiert werden, was das IoT ist. Das Internet der Dinge (oder IoD auf Französisch) bezeichnet – wie der Name schon sagt – die Vernetzung von Objekten und dem Internet. Zu diesem Zweck werden die betreffenden Geräte mit einem Computersystem ausgestattet, das mit einem drahtlosen Netzwerk verbunden ist. Die vernetzten Objekte können viele Formen annehmen, von komplexen medizinischen Geräten bis hin zu einfachen Kaffeemaschinen. Diese Technologie ermöglicht – wenn sie in einem beruflichen Umfeld eingesetzt wird – unter anderem Folgendes:
- Daten in Echtzeit abrufen;
- diese Daten für strategische Zwecke analysieren;
- eine bessere Steuerung gewährleisten;
- eine Fernsteuerung aufrechterhalten;
- bei Ausfällen benachrichtigt werden.
Zur Information: Eine im Januar 2022 veröffentlichte Studie der Ademe und der Arcep bestätigt, dass es zu diesem Zeitpunkt in Frankreich etwa 244 Millionen vernetzte Objekte gab.
Warum ist die Integration des IoT in die Kühlkette unverzichtbar geworden?
Jedes Jahr werden in Frankreich 13.000 Menschen aufgrund einer Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Als plausible Erklärungen kommen logischerweise eine Unterbrechung der Kühlkette oder eine unsachgemäße Lagerung der Lebensmittel in Frage. Es muss gesagt werden, dass zwischen der Ernte und der Produktion von Lebensmitteln, der Lagerung, der Lieferung und dem Verkauf erhebliche Temperaturschwankungen auftreten können. Um Ihnen eine Vorstellung zu geben: Das Fehlen effizienter Kühlsysteme führt jedes Jahr zum Verlust von etwa 526 Millionen Tonnen Lebensmitteln.
Um eine optimale Überwachung dieser Produkte zu gewährleisten, erscheint das IoT unendlich viel zuverlässiger als einfache manuelle Messungen. Mit der richtigen Ausrüstung ist es nämlich möglich:
- eine kontinuierliche und leistungsstarke Kälteerzeugung sicherstellen;
- mögliche Kältemittelleckagen sowie damit verbundene Ausfälle und Warenverluste erkennen;
- die Rückverfolgbarkeit und Kälteerhaltung jedes Produkts sicherstellen;
- die mit der Kälteerzeugung verbundenen Umweltauswirkungen durch die Reduzierung direkter und indirekter Treibhausgasemissionen verringern;
- den Betrieb der Kühlanlagen durch Überwachung ihres Energieverbrauchs zu optimieren (zur Erinnerung: Dieser macht etwa 50 % des Endverbrauchs eines Supermarkts aus).
Abgesehen von diesen gesundheitlichen Bedenken bietet die Integration des IoT in die Kühlkette einem Unternehmen zahlreiche Vorteile. Ob aus logistischer, wirtschaftlicher oder in bestimmten Fällen sogar ökologischer Sicht – die Vorteile des Internets der Dinge und damit auch der Industrie 4.0 überzeugen jedes Jahr mehr und mehr Entscheidungsträger.
| Gut zu wissen: Laut Irstea werden etwa 60 % der Lebensmittel zwischen ihrer Herstellung und ihrem Verzehr gekühlt gelagert. |
Was sind die Vorteile des IoT für Fachleute aus der Kältetechnikbranche?
Für Fachleute, die täglich mit Waren umgehen müssen, die bei niedrigen Temperaturen gelagert werden müssen, ist das Internet der Dinge heute unverzichtbar. Es ist die offensichtliche Lösung für viele Probleme, mit denen sie konfrontiert sind (mangelnde Zuverlässigkeit, fehlende Daten usw.). Dank des IoT erhält man wichtige Informationen über den Betrieb der Anlagen. Dies führt zu einer effizienteren Steuerung durch die Optimierung der Nutzung der installierten Geräte.
Wenn man also die Vorteile der Installation eines Computersystems an Kühlgeräten aufzählt, kann man zunächst die Konstanz, aber auch und vor allem die Genauigkeit der Messwerte hervorheben. Hier geht es nicht mehr darum, die ordnungsgemäße Funktion von Kühlschränken und Gefriertruhen manuell zu überprüfen. Die in Echtzeit gesammelten Daten werden automatisch an die Webanwendung gesendet. Sie ermöglichen beispielsweise die Überwachung der Dichtheit der Systeme, der Effizienz der Kälteerzeugung oder, allgemeiner gesagt, des damit verbundenen Energieverbrauchs.
Aus diesen gesammelten Daten können die Nutzer eines IoT-Systems den größten Nutzen ziehen: die frühzeitige Erkennung von Geräteausfällen und Kältemittelleckagen. Dadurch kann das Unternehmen sowohl energetisch als auch finanziell erhebliche Einsparungen erzielen.
Es ist auch erwähnenswert, dass die Einrichtung eines IoT-Systems als einfach und insgesamt kostengünstig gilt. Nehmen wir das Beispiel der Matelex-Lösung: Es sind keine Änderungen an den Kälteanlagen erforderlich. Sie müssen lediglich sicherstellen, dass Ihre Anlagen mit einem HP-Flüssigkeitstank ausgestattet sind, und schon kann es losgehen!
Schließlich ist anzumerken, dass die Fernerfassung von Daten eine bessere Vorbereitung der Einsätze ermöglicht, aber vor allem auch unnötige Fahrten überflüssig macht. Von nun an ist es nicht mehr notwendig, jeden Standort einzeln zu besuchen. Sie verwalten Ihren Kälteanlagenpark dank einer Gesamtübersicht optimal und greifen nur bei Bedarf ein.
| Gut zu wissen: Mit der von Matelex angebotenen Lösung lässt sich der Kältemittelverbrauch eines Unternehmens um bis zu 80 % senken! |
IoT: Ein boomender Markt, der immer mehr Unternehmen überzeugt
Auch wenn Frankreich im Vergleich zu seinen europäischen Nachbarn einen gewissen Rückstand aufweist, ist festzustellen, dass sich heute immer mehr Unternehmen der Industrie 4.0 zuwenden und das IoT nach und nach in ihre Prozesse integrieren. Laut der Studie „Révélations IoT 360” waren 24,7 % der befragten französischen Unternehmen im Jahr 2023 dabei, eine Lösung einzuführen, gegenüber nur 10,5 % im Jahr 2022.
In diesem Zusammenhang ist auch eine Studie zu erwähnen, die IDC im Jahr 2022 für Kyndryl durchgeführt hat. Darin geben 48 % der befragten Unternehmen an, ihr Budget in diesem Bereich stabil zu halten, während 43 % den Wunsch äußern, ihre Ausgaben für das IoT zu erhöhen.
Kurz gesagt, das Internet der Dinge ist mittlerweile für viele Unternehmen, die nach Wachstum streben, zu einer Priorität geworden. Eine von der PwC-Gruppe unter Unternehmensleitern durchgeführte Studie nennt unter anderem folgende Gründe in der Reihenfolge ihrer Priorität:
- die Marke durch neue Kompetenzen modernisieren;
- das, was wir gut können, weiterhin schneller und effizienter tun;
- das Geschäftsmodell des Unternehmens ändern und den strategischen Ansatz neu definieren;
- neue Märkte erschließen.
| Gut zu wissen: Vorausschauende Wartung und Asset Tracking (Anlagenverfolgung) sind die beiden Bereiche, die in Frankreich auf dem IoT-Markt am stärksten vertreten sind. |
PolarVisor, ein umfassendes Tool mit vielfältigen Möglichkeiten
PolarVisor ist eine Webanwendung, die mit den Matelex-Lösungen verbunden ist. Einfach ausgedrückt werden die Messungen, die an Anlagen mit einem intelligenten Füllstandsmesser (DNI) und einem Energiemodul durchgeführt werden, an PolarVisor übertragen, wo sie analysiert und in Form von übersichtlichen Indikatoren wiedergegeben werden.
| Gut zu wissen: Die neue Gerätegeneration namens PolarBox wird in Kürze auf den Markt kommen. Weitere Informationen finden Sie hier! |
Das Ziel dieses Tools ist es, eine optimale Steuerung des Kälteanlagenparks zu ermöglichen. Zu diesem Zweck bietet PolarVisor Zugang zu zahlreichen Funktionen, darunter:
– die Anzeige aller Anlagen über ein allgemeines Dashboard mit einer Liste der Anlagen, bei denen ein Alarm vorliegt;
– Empfang einer Warnmeldung bei Erkennung einer Energieabweichung, eines technischen Problems, eines Kompressorausfalls oder eines Kältemittellecks;
– Identifizierung vorrangiger Maßnahmen;
– Zugriff auf Betriebsdaten und Informationen zur Effizienz der Kälteerzeugung;
– Fernverwaltung der Anlagen.
PolarVisor ist weit mehr als ein einfaches Warnsystem, es ist vor allem ein wertvolles Werkzeug zur Optimierung der Einstellungen Ihrer Anlagen. Dank der gespeicherten Daten können Sie individuelle Berichte erstellen und Ihre Energieeffizienz verbessern, während Sie gleichzeitig Ihre Betriebskosten senken.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das IoT aufgrund seiner offensichtlichen logistischen und wirtschaftlichen Vorteile bei Fachleuten aus der Kältetechnikbranche zunehmend an Bedeutung gewinnt. Diese IT-Systeme lassen sich schnell und einfach implementieren und tragen dazu bei, Ihr Unternehmen kostengünstig und effizient zu modernisieren.
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